Die Brotklappe im März


Liebe Freundinnen und Freunde der Brotklappe,

der Februar wollte mal wieder alles auf einmal. Wo eben noch ein Rodelberg war, lagen drei Tage später die Sonnenanbeter auf der Decke. Wo man gestern noch mit Schlittschuhen unterwegs war, wurde heute schon gebadet. Nun gut, das ist jetzt etwas übertrieben, aber angefühlt hat es sich schon ein wenig so. Vor allem unsere Lieferabteilung hat sich ziemlich durchgekämpft durch die Schneelandschaft, und wir hoffen doch, dass Eure Bestellungen alle angekommen sind. Jetzt haben wir wieder freie Fahrt und liefern ab sofort sogar noch häufiger nach Erfurt und Jena.

Mit Sonne im Herzen und Ostern im Blick kommen die Macarons! Bonjour oder Buongiorno, das ist hier die Frage, denn ob die Macarons nun ursprünglich aus Italien oder Frankreich stammen, darüber scheiden sich die Geister. Doch wir sind uns einig, sie werden unser März-Highlight und das Angebot im wahrsten Sinne des Wortes abrunden. Wir sind schon absolute Fans der neuen Köstlichkeiten und können es kaum erwarten.

Fast könnte man sagen, Alba Lück ist in der Brotklappe aufgewachsen. Zumindest hat sie verfolgt, wie ihre Eltern das Geschäft aufgebaut haben. Heute leitet sie die Lieferungsabteilung. Sie erzählt uns im Interview, wie sie die rasante Entwicklung erlebt hat und warum sie zunächst einmal ins Geschäft mit eingestiegen ist.

Wir wünschen Euch einen schönen Restwinter und eine guten Start in den Frühling.

Und freuen uns auf Euch in der Brotklappe!
 

Demnächst in der Brotklappe: Les Macarons!
Für die Macarons ist Hendrike aus der Patisserie-Abteilung zuständig, und sie erzählt uns, dass das kleine, unscheinbare Gebäck ihr ganz schön viel abverlangt. Macarons sind wie scheue Rehe und erfordern beim Backen ganz viel Gefühl, Erfahrung und vor allem Geduld.
"Das ist immer wieder, jeden Tag, ein neuer Prozess und egal, wie oft ich sie schon gemacht habe, ich bin jedes Mal gespannt, ob es was wird. Bei der Produktion gibt es so viele Momente, in denen man alles versemmeln kann. Das hängt vom Ofen, von den Töpfen, von der Luftfeuchtigkeit oder auch der Tagesform ab."
Der perfekte Macaron ist außen knusprig und innen weich und etwas klebrig. Henrike bevorzugt säuerlich-fruchtige Füllung, da die Eiweiß-Zucker-Mandel-Schale schon recht süß ist. 
Welche Sorten und welcher Geschmack uns erwarten, das wissen wir spätestens zu Ostern. Dann sollten sie frisch in der Vitrine liegen.
 
Wir fahren jetzt noch häufiger nach Jena und Erfurt!
Lieferung nach Erfurt Mo - Fr 16 - 19 Uhr
Lieferung nach Jena Di + Fr 16 - 19 Uhr
Mindestbestellwert 25 Euro, Lieferpauschale 5 Euro


Einfach bestellen über unseren Web-Shop Nachfragen unter 03643-9082658 (täglich zwischen 9:00 und 11:00 Uhr) oder thueringenweit@brotklappe.de

Bestellungen können in Erfurt auch im Clärchen (Mo-Fr) und im Organics (Mo, Mi, Fr) abgeholt werden. Mindestbestellwert und Lieferpauschale entfallen in diesem Fall.
 
Interview mit Alba Lück, Leiterin der Abteilung Lieferung/Bestellung
Alba Lück ist trotz ihrer zarten 20 Jahre schon ein Urgestein in der Brotklappe und von Anfang an dabei. Das könnte daran liegen, dass sie die Tochter der Inhaber Annika und Sebastian Lück ist und live dabei war, als ihr Vater sein erstes Brot aus dem heimatlichen Ofen holte. Warum sie das alles am Anfang für eine Laune hielt, die bald vorbei gehen würde und warum sie sich nun, vorerst, für eine Arbeit im elterlichen Betrieb entschieden hat, das erzählt sie uns im Interview.
 
Alba, was sind derzeit Deine Aufgaben in der Brotklappe?
 
Ich arbeite in der sogenannten Abteilung Dispatching. Das heißt, ich bearbeite sämtliche Bestellungen, die bei uns eingehen. Das sind Hauslieferungen, Abholungen in den Läden, der Transport zwischen den Filialen und auch die Lieferung an unsere Partnerläden in Erfurt und Jena. Dann gibt es auch noch die gute alte Telefonbestellung. Das sind dann meistens Stammkunden, mit denen wir dann auch mal Probleme besprechen, Sorgen oder bestimmte Erlebnisse. Das mache ich ganz gerne. Da bekomme ich eine gewisse Nähe zu den Kunden, obwohl ich manche noch nie gesehen habe. 
Daneben betreue ich noch unsere Social Media Kanäle, wie Instagram oder Facebook.


 
Am Anfang war ich voll schüchtern und hatte immer weiche Knie vor den Schichten.
 
 
Du hast ja schon einige Stationen durchlaufen, was hast du alles schon gemacht in der Bäckerei?
 
Ich habe begonnen im Verkauf, habe meinen Eltern geholfen und Taschengeld verdient. Dann habe ich auch mal in die Backstube hineingeschnuppert. Das war mir aber, ehrlich gesagt, körperlich zu anstrengend. Nach meinem Abi bin ich dann voll im Service eingestiegen, als rechte Hand der Filialleiterin am Frauenplan, und seit einem Jahr beschäftige ich mich mit den Bestellungen und der Öffentlichkeitsarbeit.

Du standest ja schon sehr jung, mit 16, an der Verkaufstheke. Wie hast du das erlebt? Und was hast du da gelernt fürs Leben?
 
Also am Anfang war ich voll schüchtern und hatte immer weiche Knie vor den Schichten und wusste manchmal nicht so richtig damit umzugehen, wenn Kunden kritische Fragen gestellt oder sich geärgert haben. Das hat sich dann aber schnell geändert, nachdem ich die Abläufe besser kannte und vor allem auch die Produkte und ihre Herstellung besser verstanden habe. So konnte ich auch voll dahinterstehen, Selbstbewusstsein entwickeln und auch Kritik besser verarbeiten. Ich habe da auf jeden Fall gelernt, mit Stress umzugehen, mit frechen Kunden, auch wenn die selten sind. Und vor allem weiß ich jetzt, dass ich nicht alles so persönlich nehmen muss.
Damals dachte wirklich, das wäre eine Laune meines Vaters, so eine Hobby-Phase wie Golfen oder Gärtnern.
 
Du bist als Tochter der beiden Brotklappen-Inhaber Annika und Sebastian natürlich von Anfang an dabei gewesen. Wie hast Du das erlebt, als Dein Vater begonnen hat zu backen und Brote aus dem Keller heraus zu verkaufen?
 
Damals dachte ich wirklich, das wäre eine Laune meines Vaters, so eine Hobby-Phase wie Golfen oder Gärtnern. 
Auch als dann die ersten Leute das Brot gekauft haben, bei uns im Keller, dachte ich immer noch, das geht vorbei. Doch als meine Eltern dann ihre Jobs gekündigt haben und von einer Ladeneröffnung sprachen, habe ich erstmal Angst bekommen und der Sache nicht so getraut. Doch jetzt, nachdem alles so läuft, denke ich, meine Eltern kriegen irgendwie jede verrückte Idee umgesetzt. Ich habe da mittlerweile totales Vertrauen in sie. 
Am Anfang war es wahrscheinlich selbstverständlich, dass du im Laden hilfst. Wann hast du gemerkt, dass das nach der Schule auch beruflich was für dich wäre?

Das habe ich eigentlich der Pandemie zu verdanken. Viele Ideen, die ich hatte, waren plötzlich auf unabsehbare Zeit nicht mehr umzusetzen, das wurde mir erst so nach und nach klar. Als dann ein Abteilungsleiter gegangen ist, haben mich meine Eltern gefragt, ob ich den Job übernehmen will. Ich habe mich erstmal schwer getan mit der Entscheidung, weil ich mich gar nicht so binden wollte, dann aber doch zugesagt. Und plötzlich war ich Leiterin der Lieferabteilung. Meine Eltern haben mir da voll und ganz vertraut. Mir ist relativ schnell klargeworden, dass ich mich im Moment am besten hier in Weimar weiterentwickeln kann. Ich leite ein kleines und tolles Team, welches mich jeden Tag aufs Neue fordert. Eine bessere Ausbildung kann ich mir nicht vorstellen.



Meine Eltern sind für mich zuhause Eltern, aber in der Brotklappe Chefs.

 
Du bist 20, hast dein Abi in der Tasche. Andere gehen dann ins Ausland, reisen, studieren. Du bist in Weimar und im elterlichen Betrieb geblieben. Warum?
 
Wie viele andere aus meiner Klasse hatte ich die Idee, ins Ausland zu gehen. Ich hatte schon Geld für Spanien gespart. Dann kam leider Corona dazwischen. Das Thema Studium habe ich immer noch im Hinterkopf. Aber, wie gesagt, mit dem Job und in Weimar bin ich erstmal sehr glücklich. Die Brotklappe ist ein Riesen-Spielplatz mit vielen Abteilungen und Möglichkeiten. Das finde ich momentan nirgendwo anders. Man kann hier aus jeder Abteilung etwas mitnehmen, was mir in meinem zukünftigen Berufsleben sicher irgendwie zugutekommt.
 
Wie ist das eigentlich, mit den Eltern zu arbeiten? Es gibt ja das Klischee, dass sich Kinder auch erstmal abnabeln wollen.
 
Meine Eltern sind für mich zuhause Eltern, aber in der Brotklappe Chefs. Das geht nur mit klaren Regeln, die das auch trennen. Wenn ich zum Beispiel eine Besprechung mit meinem Vater habe, dann fragt er mich immer vorher, ob ich einen Ratschlag von ihm als Chef oder als Vater haben möchte. Da kann ich mich dann entscheiden (lacht). Das hilft mir aber tatsächlich, das im Kopf auseinanderzuhalten. Aber klar, das ist nicht immer so einfach. Mittlerweile bin ich ja zuhause ausgezogen und wenn wir uns mal zum Abendessen treffen, dann nehmen wir uns fest vor, nicht über die Brotklappe zu reden und dann ist sie trotzdem den ganzen Abend Thema.
Ich kann mich noch erinnern, als ich nach dem Abi in der Brotklappe angefangen habe, hatte ich so ein richtig klassisches Vorstellungsgespräch bei meinem Vater. Nur einen Lebenslauf musste ich nicht mitbringen (lacht).

Siehst du dich in 5 Jahren auch noch in der Brotklappe?
 
Soweit denke ich wirklich noch nicht. Ich bin auf jeden Fall noch zwei Jahre hier und dann würde ich gerne nochmal woanders hin. Aber das lasse ich mal auf mich zukommen.
 
Was ist dein absolutes Lieblingsprodukt aus der Brotklappe?
 
Von den herzhaften Sachen ganz klar die Lentilstulle, oder Linsenstulle, mit eingelegtem Gemüse und Apfel. So lecker. Und bei den süßen Sachen ist es das Kouign´amann und der Kardamombullar, so etwas ähnliches wie der Zimtknut nur mit Kardomom. Das schmeckt dann irgendwie fruchtiger.

 

Interview und Texte: Peter Schütz (info@peterfolk.de)

 
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