Die Brotklappe im Februar

Liebe Freundinnen und Freunde der Brotklappe,

die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch an den Begriff Straßenfeger, der immer dann ins Spiel kam, wenn sich die Menschen zuhause vor den TV-Geräten versammelten, um ihre Helden Tarzan, Winnetou oder Derrick zu bewundern. Wenn wir in diesen Tagen durch die winterlichen Straßen von Weimar spazieren, dann überfällt uns als deja vu der Gedanke, dass wir gerade irgendetwas verpassen, von dem scheinbar alle anderen rechtzeitig erfahren haben. Wo sind sie alle hin? Finden wir dann zurück in die Realität, erinnern wir uns, dass es im Moment doch genau andersherum ist und uns die Highlights nun nach draußen führen: Spazierengehen, Sport treiben oder, ja genau, Brot holen.
Doch die einen oder anderen haben einen recht langen Weg zur Brotklappe und daher kommen wir Euch ein wenig entgegen. Ab sofort bringen wir unsere Produkte auch nach Erfurt, Jena und ins Weimarer Land. Einfach bestellen über unseren Webshop, und wir machen uns auf den Weg. 
Zu diesem Service gibt es übrigens auch ein Gesicht, das wir Euch weiter unten in unserem Interview des Monats näher vorstellen werden.

Kommt weiterhin gut durch den Winter und genießt unsere neuen Stullen und Aufstriche. 

Wir freuen uns auf Euch in der Brotklappe!
 
Wir liefern nach Erfurt, Jena und ins Weimarer Umland!

Einfach bestellen über unseren Web-Shop Nachfragen unter 03643-9082658 (täglich zwischen 9:00 und 11:00 Uhr) oder thueringenweit@brotklappe.de

Lieferung nach Erfurt (montags und donnerstags) und Jena (freitags)
16:00 - 19:00 Uhr;
ins Weimarer Umland nach Absprache

Mindestbestellwert 25 Euro
 

Unsere neuen Stullenlieblinge im Februar
 
Panino Roastbeef
Knuspriges Flatbread, belegt mit einem dünn geschnitten Roastbeef aus Kiliansroda.

Alle Infos dazu in unserem Web-Shop.
 
Panino Aubergine
Unser knuspriges Flatbread, belegt mit einer würzigen Tomatensoße, gegrillter Aubergine, Büffelmozzarella und Parmesan.

Alle Infos dazu in unserem Web-Shop.
 

Neue Aufstriche im Sortiment: 
für nähere Infos aufs Bild klicken
Mustard Seed Butter
Kräuterbutter mit Senf
Ciabattacrumbs
Als Beilage oder Snack zwischendurch
Klappengranola
Unser hausgemachter Müsli-Liebling
Cashew Caramel Spread
Süßer Aufstrich 
Pickled Onions
Eingelegte saftige rote Zwiebeln in einem Sud aus Ingwer, Pfeffer, Koriander, Apfelessig, Salz & Pfeffer
 
Mixed Pickles
Eingelegtes saisonales Gemüse
Lentil Spread
Linsen-Aufstrich, verfeinert mit Curry, Kurkuma und Sultaninen

 
Carrot Spread
Hausgemachter veganer Aufstrich aus gerösteten Karotten, Mandeln und Petersilie
 
 
Interview mit Florian Rommel, Vertriebsleiter Brotklappe

Die Zahl der Quereinsteiger*innen und Autodidakt*innen ist in der Brotklappe traditionell sehr hoch. Holprige Berufsbiografien sind für Annika und Sebastian Lück immer besonders interessant bei der Auswahl ihrer Angestellten. Das war auch bei dem gebürtigen Bad Salzunger Florian Rommel nicht anders. Der gelernte Krankenpfleger besuchte vorher vor allem alte Menschen in der häuslichen Pflege. Und wenn er heute Brot ausliefert, dann gibt es durchaus hin und wieder Parallelen zu seinem alten Beruf.
Florian, was ist Deine Aufgabe in der Brotklappe?
 
Also, das ist nicht so leicht mit einem Wort zu erklären. Meine offizielle Bezeichnung ist Vertriebsleiter. Außerdem kümmere ich mich noch um den Webshop und die Bestellungen, die uns erreichen.
 
Wie sieht das konkret aus?
 
In erster Linie halte ich Kontakt zu unseren lokalen Vertriebspartnern, das sind je zwei Bioläden in Weimar und Erfurt. Da organisiere ich die Belieferung und kläre alle Fragen, die dazu auftauchen. Dazu koordiniere ich gemeinsam mit Alba Lück die Bestellungen, die uns über den Webshop erreichen. Und ich bin auch mit dem LKW unterwegs und bringe den Leuten in Weimar, Jena und Erfurt ihr Brot nach Wunsch. 


Nach dem Abi hatte ich erstmal überhaupt keine Ahnung, was ich machen soll.


Ursprünglich hast Du etwas ganz anderes gemacht. Was war das, erzähl mal?
 
Also nach dem Abi hatte ich erstmal überhaupt keine Ahnung, was ich machen soll. Während eines freiwilligen sozialen Jahres in einer Klinik habe ich mich entschieden, dass ich eine Ausbildung zum Krankenpfleger machen werde. Dafür bin ich nach Weimar gegangen in die dortige Krankenpflegerschule.
Als das abgeschlossen war, habe ich noch ein paar Semester Philosophie und Germanistik an der Uni Jena studiert. 
Und schließlich habe ich zwei Jahre im ambulanten Bereich gearbeitet, bin also mit einem Kleinwagen durchs Land gefahren und habe vor allem alte Menschen in der Gegend um Blankenhain zuhause betreut.
 

Wie kam dann der Wechsel in die Brotklappe zustande?
 
Bei mir hatte sich immer mehr der Gedanke entwickelt, dass ich mich verändern muss und als ich irgendwann eine Jobausschreibung Brotklappe las, habe ich mich beworben und wurde genommen. Zunächst in der Bäckerei. 

 

Ich habe recht schnell festgestellt, dass ich andere Stärken habe als Backen.


Beim Backen ist es dann aber nicht geblieben.
 
Nun ja, ich habe recht schnell festgestellt, dass ich andere Stärken habe als das Backen, um es mal so auszudrücken. Sebastian hat mir dann die neue Aufgabe im Vertrieb angeboten und das liegt mir total. Da fühle ich mich sehr wohl.
 
Das klingt wahrscheinlich leichter als es ist.
 
Ja, es ist nicht unkompliziert. Wir mussten uns die Struktur dazu selbst organisieren.
 
Du bist das recht autodidaktisch angegangen. Das war doch ein ziemlicher Sprung ins kalte Wasser, oder?
 

Naja, ich würde sagen ins lauwarme Wasser. Sebastian hat mir immer sehr vertraut und mich am Anfang auch ein Stück begleitet. Klar, es passieren Fehler, aber die sind hier erlaubt. Von daher bin ich die Sache sehr angstfrei angegangen und dann hat es auch funktioniert. Außerdem habe ich nicht so Probleme mit dem Kommunizieren. Ich mag das gesprochene Wort und frage auch gerne mehrmals nach. Das kommt mir gerade im Vertrieb sehr zugute.
Nebenbei moderiere ich übrigens noch eine Sendung auf Radio Lotte. Auch da kann ich mein Redebedürfnis ausleben. 

Brot ist für viele ein wichtiges und sensibles Thema.

 
Nun fährst Du ja auch durch die Lande und besucht Menschen, die nun keine Pflege mehr bestellen, sondern Brot oder Kuchen. Siehst Du dennoch Parallelen zwischen diesen beiden Tätigkeiten?
 
Auf jeden Fall. Brot ist für viele ein wichtiges und sensibles Thema. Da heißt es auch, gut zuzuhören und diplomatisch zu sein, Kritik anzunehmen und zu vermitteln. Allerdings gibt es auch einen entscheidenden Unterschied: Beim Pflegedienst stehen die Patienten im Mittelpunkt. Ich bin nur der Dienstleister. Bei der Brotlieferung geht es darum, dass die Kunden und ich uns einig sind und dass wir uns verstehen. Wir haben einen hohen Anspruch an uns und die Produkte und daher sind die Erwartungen der Kunden natürlich auch hoch. 
 

 
Meine Beziehung zu Lebensmitteln hat sich durch die Brotklappe total verändert.

 
Wie war Dein Verhältnis zu Brot, bevor Du zum ersten Mal in der Brotklappe warst?
 
Ich habe da nie so richtig drüber nachgedacht. Brot war Brot, ob aus dem Supermarkt oder Bäckerei um die Ecke. Das war nie etwas Spezielles für mich. Jetzt hat sich meine Beziehung zu Lebensmitteln durch die Brotklappe total verändert. 
 
Wieso wolltest Du überhaupt in der Brotklappe arbeiten? Was ist das Besondere dort für Dich?
 

Mein erster Eindruck ... hm ...  ich finde da jetzt kein besseres Wort für: ein guter Vibe. Ich habe mich da sofort wohlgefühlt und alles schmeckte anders, viel besser. Außerdem lief dort immer gute Musik (lacht).
 
Kommen hin und wieder auch alte Kolleg*innen in den Laden und schauen mal, was der Florian jetzt so macht?
 
Ja, hin und wieder mischen die sich unter die Kundschaft. Aber ob die nun speziell nach mir schauen wollen, das wage ich eher zu bezweifeln.



Interview und Texte: Peter Schütz (info@peterfolk.de)

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