Die Brotklappe im Dezember

Liebe Freundinnen und Freunde der Brotklappe,

es ist Adventszeit und kaum sind die ersten Türchen geöffnet, kommt auch schon der Schnee dazu. In dieser Zeit geht immer ein wenig die Fantasie mit uns durch, und da wir große Fans von Weihnachtsgebäck sind, hat unsere Patisserieabteilung ein paar feine neue Mixturen gezaubert, die uns ziemlich gut gefallen und die ab sofort auf Euch bei uns im Laden oder im Online-Shop warten.

Unsere Läden in der Trierer Straße und am Frauenplan sind weiterhin durchgehend geöffnet bis zum 24.Dezember 14:00 Uhr. Danach gehen wir in die längste Pause des Jahres und öffnen wieder im Neuen Jahr, am 3.Januar 2021.

Falls Ihr unser Brot oder Kuchen in der Weihnachtszeit genießen wollt, dann bestellt bitte rechtzeitig vor, damit wir gut planen können. Wir tun natürlich was wir können, damit alle Wünsche erfüllt werden.

Auch in diesem Newsletter möchten wir Euch ein Mitglied der Brotklappen-Familie vorstellen. Diesmal steht Franziska Hamsch im Fokus, die seit dem ersten Tag die Filiale am Frauenplan leitet, mit Ruhe, Übersicht und immer einem Lächeln im Gesicht.

Sie und wir freuen uns auf Euch in der Brotklappe!
 
 
Unsere Öffnungszeiten im Dezember

Bis zum 23.12. täglich 9:00 - 18:00 Uhr

Am 24.12. von 9:00 - 14:00 Uhr

Achtung: Hauslieferung an Heiligabend: 10:00 - 14:00 Uhr

Danach haben wir Urlaub und öffnen für Euch wieder am 3. Januar 2021.


 
Neu im Sortiment: Unsere Weihnachtsbäckerei.
 
Ein Gespräch mit Franziska Hamsch, Filialleitern Brotklappe am Frauenplan.

Franziska Hamsch ist das vielleicht bekannteste Gesicht in der Filiale der Brotklappe am Weimarer Frauenplan. Die gebührtige Weimarerin ist gelernte Fachverkäuferin für Nahrungsmittelhandwerk. Bei diesem etwas sperrigen Titel muss auch sie etwas schmunzeln, doch sie weiß, dass ihr ihre Erfahrung und die Ausbildung helfen, den aufwändigen Job als Service-Teamleiterin auszufüllen. Nach Jahren der Pendelei nach Erfurt und einem Intermezzo in der Weimar-Filiale einer größeren Bäckereikette fühlt sie sich nun zuhause. Und das gleich im mehrfachen Sinne.

 

Irgendwann wollte ich raus dem Trott.


Franziska, wie und wann bist Du in die Brotklappe gekommen?
 
Die Freundin meines Bruders hatte schon länger in der Brotklappe in der Trierer Straße gearbeitet und erzählte mir, dass eine neue Filiale am Frauenplan geplant wäre. Ich wollte mich zu diesem Zeitpunkt verändern und neu ausrichten und deshalb hat mich das sofort interessiert. 2018 bin ich dann gleich pünktlich zum Start eingestiegen.
 
Was hast Du vorher gemacht und wieso wolltest Du Dich verändern?
 
Ich habe in der Konditorei Lobenstein in Erfurt gelernt und danach 14 Jahre dort gearbeitet, gleichzeitig aber immer in Weimar gewohnt. Irgendwann wurde mir die Pendelei zuviel, und ich bin in meinen Heimatort gewechselt, als Filialleiterin in eine Bäckereikette. Allerdings wurde die Arbeit dort schnell sehr gleichförmig. Wir haben nicht wirklich selbst gebacken und bei Problemen gab es keine Ansprechpartner. Da wurde ich oft ziemlich allein gelassen. Irgendwann wollte ich dann raus dem Trott und der Stagnation.
 
Was ist denn jetzt anders in der Brotklappe?
 
Das ist eine ganz andere Atmosphäre. Hier geht es wirklich sehr familiär zu. Alle kümmern sich umeinander, achten auch auf Befindlichkeiten. Es gibt ständig neue Ideen, neue Abläufe, neue Produkte, neue Mitarbeiter. So bleibt es spannend, und ich muss mir immer wieder neue Lösungen einfallen lassen. Das liegt mir und ist völlig anders, als das, was ich bisher in Bäckereien erlebt habe. Außerdem entsteht hier alles in Handarbeit und mit viel Liebe und so kann ich beim Verkauf auch voll und ganz hinter den Produkten stehen.

 
Da sind wirklich viele Naturtalente dabei.


Du bist die Einzige im Verkauf, die auch eine Ausbildung dafür hat. Alle anderen sind Quereinsteiger. Ist das für Dich ein Problem?
 
Bisher nicht. Annika und Sebastian Lück hatten bis jetzt immer ein sehr gutes Händchen für neue Leute. Da sind wirklich viele Naturtalente dabei. Alle sind sehr interessiert und haben eine schnelle Auffassungsgabe, was wichtig ist, denn es kann schon mal hektisch werden hinter dem Tresen. Das ist durchaus fordernd, aber das schärft auch die Konzentration. 

Die Belegschaft ist sehr international. Wie funktioniert da die Verständigung?
 
Also, ehrlich gesagt, bin ich jetzt nicht so das Englisch-Ass, aber die meisten können dann schon ein paar Brocken Deutsch, oder wir verständigen uns mit Händen und Füßen. Das Backen und der Umgang mit den Produkten ist irgendwie universell und funktioniert überraschend gut nonverbal.
Wie setzt sich eigentlich die Kundschaft der Brotklappe zusammen?
 
Also morgens kommen die meisten auf dem Weg zur Arbeit vorbei. Viele kennen wir schon, die kommen jeden Tag. Am Mittag sind es dann hauptsächlich Student*innen, die was essen oder einen Kaffee trinken. Und am Abend schauen die Leute nach der Arbeit nochmal bei uns vorbei, um ein Brot mitzunehmen. An den Wochenenden sind es vor allem Touristen, die in den Laden kommen. Insgesamt ist es sehr gemischt. Da sind alle Altersgruppen dabei.
 


Ich mag neugierige Kunden, die interessierte Fragen stellen.


Wie sehen Deine liebsten Kunden aus?
 
Klar, am einfachsten sind Kunden, die freundlich sind und wissen, was sie wollen, die sich schnell entscheiden, gerade wenn es sehr voll ist. Ich mag auch neugierige Kunden, die interessierte Fragen stellen. Das macht mir Spaß.
 
Welche Erfahrungen hast Du jetzt gemacht, während der Corona-Zeit, dem Lockdown und den Regeln?
 
Insgesamt läuft es sehr gut. Leider muss ich fast täglich Kunden auf das Tragen von Masken hinweisen. Die meisten sind allerdings einfach in Gedanken und haben es vergessen. Allerdings musste ich vor ein paar Tagen auch jemand des Ladens verweisen, der partout keinerlei Regeln einsehen wollte. Das fällt mir schon schwer, lässt sich manchmal aber nicht vermeiden.
 
Magst Du eher den Trubel oder Tage, an denen es ruhiger ist.
 
Ich finde es schon besser, wenn wir rotieren müssen, wenn die Schlange lang ist. Dann sieht man auch, wie gut alles funktioniert, wie ein Rad ins andere greift oder manchmal auch nicht. Also, ich mag es schon, wenn ich so eine Schlange Kunde für Kunde abarbeiten kann. Im Moment ist es etwas ruhiger, dann hat man aber auch mehr Zeit, mit den Leuten zu kommunizieren.



Für mich ist die Brotklappe ein Hafen geworden.

 
Kannst Du Dir vorstellen, auch noch in 10 Jahren in der Brotklappe zu arbeiten?
 
Absolut. Für mich ist die Brotklappe ein Hafen geworden. Ich kann mich hier jeden Tag entwickeln, mich auch selbst einbringen. Das habe ich woanders so noch nicht erlebt. Ich fühle mich hier einfach zuhause und hoffe, dass das noch lange so bleibt.





Interview und Texte: Peter Schütz, info@peterfolk.de.
 

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