Brotklappe im Dezember

Liebe Freundinnen und Freunde der Brotklappe,

trotzdem wir natürlich wissen, dass am Ende des Jahres die Weihnachtszeit wartet, kommt sie uns stets vor wie ein Besuch, der viel zu früh aufschlägt. Wir sind irgendwie mit dem Termin durcheinander gekommen. Das Essen ist noch nicht fertig, die Wohnung nicht geputzt, das Gästebett nicht gemacht. Hektik allerseits und kurzatmige Geschäftigkeit machen sich breit. Eben war doch noch Sommer, dann kurz kalt und bunt und nun sind wir von Weihnachtskalendern umgeben. Das muss man erst einmal verarbeiten. Zum Glück haben wir eine vorausschauende Patisserieabteilung, die uns in der Adventszeit viele neuen Leckereien beschert. Also, warm einpacken, zu uns kommen, den Stress vergessen und entspannen mit den neuen Kuchen und Keksen. So kommt Weihnachtsstimmung auf. Dazu gibt es natürlich wieder unsere aktuelle Playlist auf die Ohren.

Und apropos Einpacken: Abgesehen davon, dass das wahrscheinlich unsere Hauptbeschäftigung in den nächsten Wochen sein wird, fragen wir uns schon länger, was eigentlich aus all den Tüten und dem ganzen Papier wird, mit dem wir unser Brot oder die Geschenke einpacken. Neben weihnachtlichen Überraschungen, die hoffentlich nicht sofort heimlich im Mülleimer landen, entsteht dabei jede Menge Abfall. Ja, auch wir sind daran beteiligt. Deshalb arbeitet eine kleine Abteilung der Brotklappe an neuen Konzepten, wie das etwas eingedämmt werden könnte. Warum das richtig kompliziert ist und welche Idee es dazu schon gibt, erfahrt Ihr im Interview der Woche mit unseren Verpackungsexpertinnen Katherine Guttierez und Anna Schmid.

Also packen wir´s an und ein im Advent, Frohe Weihnachten und auf bald in der Brotklappe!
 
Wir haben Weihnachtsgebäck!

Chewy Ginger Caramel Sticks

Unsere Tests haben ergeben: Sie sind unglaublich lecker! Die Konsistenz ist leicht "chewy" und der Geschmack von Karamel und Ingwer ist unwiderstehlich.

Wafers
 

Ein Tütchen knusprige Wafers mit Mandeln, Cranberrys und Pistazien.  
...perfekt als kleine Aufmerksamkeit für unsere Liebsten.


Elisenlebkuchen

Die Elisenlebkuchen haben eine tolle Konsistenz und stechen geschmacklich durch ihre feine Abstimmung von Kardamom, Muskat, Nelke und Zimt weihnachtlich hervor. 
 

Gewürzkuchen

Unsere Weihnachtsfavoriten sind diese feinen Gewürzkuchen, die sich jedes Jahr einer großen Beliebtheit vor und hinter der Theke erfreuen.
Unsere Öffnungszeiten zu Weihnachten
 
Trierer Straße und Frauenplan:

Bis zum 23.12. wie gewohnt täglich 8:00 - 18:00 Uhr

Am 24.12. ist geöffnet bis 12:00 Uhr. (An diesem Tag wird auch geliefert.)

Danach Urlaub bis zum Neuen Jahr, am 3. Januar 2022 öffnen wir wieder ab 8:00 Uhr
 
 
Vorbestellungen für Weihnachten
Bitte vergesst nicht, Eure Wunschprodukte für Weihnachten vorzubestellen, da der Ansturm etwas größer als sonst sein wird. Die Bestellzettel finden sich hinter diesem Bild, einfach draufklicken. Dann die Zettel ausfüllen und uns vorbei bringen oder per Mail schicken.
WICHTIG: Bitte die Bestellungen mindestens drei Tage vor Eurem Wunschtermin abgeben. Letzter Bestelltag vor Weihnachten ist der 21.12.
 
Neu im Sortiment


In beiden Filialen immer ab 12:00 Uhr im Sortiment:
Sauerteigbrot mit 95% Weizenmehl und 5% Roggenvollkornmehl. 


Perfekt zum reißen, teilen oder schneiden ...
 
Jetzt fest im Sortiment: PIES.
Nach dem Testlauf im November haben wir sie nun fest ins Programm aufgenommen. Die leckeren australischen Pies unseres Pie-Experten Michael Cocciola. Jeden Tag von 12:00 Uhr an bekommt Ihr sie bei uns in einer Variante mit Fleisch oder vegetarisch. Der perfekte Mittagssnack, nur solange der Vorrat reicht!
 
Unsere Songs des Monats Dezember!

Unser Fluchtangebot aus dem alljährlichen Adventsgedudel: Die Dezember-Playlist mit unseren Lieblingssongs.

 
 
 
Themenschwerpunkt Verpackung
Die beiden sympathischen Mitarbeiterinnen der Brotklappe hatten wir in diesem Jahr schon ganz privat vorgestellt in den Interviews der Woche. Die Opernsängerin Anna Schmid aus Köln und die kolumbianische Künstlerin und Wahlweimarerin Katherin Gutierrez sind bei uns zuständig für die Kommunikation und seit neuestem machen sie sich Gedanken darüber, wie unsere Verpackungen sparsamer und langlebiger gestaltet werden können. Das Thema hat es in sich und die Fallstricke sind zahlreicher als man denkt. Doch die beiden knobeln weiter und haben schon einige Ideen. 

Sobald der Knut gegessen wurde, wandert die Tüte schon wieder in den Müll. Das erschien uns irgendwie nicht als das Ende vom Lied.
 

 
Katherine, Anna, wie kommt es, dass Ihr Euch mit dem Thema Verpackung beschäftigt und wie lange seid Ihr da schon dran?
 
Die Frage gibt es schon länger in der Brotklappe. Annika (Lück, Geschäftsführerin A.d.V.) hat sich irgendwann die Frage gestellt, ob es neben Papier noch andere Möglichkeiten gibt, um die Brote und das Gebäck einzupacken und zu transportieren. Papier ist zunächst einmal nicht das schlechteste Material, da es gut zu recyceln und ein nachwachsender Rohstoff ist. Aber auch da lässt sich natürlich sparen. Annika hat irgendwann damit begonnen, die Stammkundschaft zu bitten, eigene Beutel mitzubringen. Und nach und nach ist daraus die Idee entstanden, mal darüber nachzudenken, ob es vielleicht nachhaltigere Alternativen gibt, die wiederverwendbar sind. Wir haben angefangen mit der Recherche im Mai 2020, kurz nachdem in der Brotklappe die Coffee-to-go-Becher abgeschafft und auf ein Pfandsystem umgestellt wurde.
In einer ersten Überlegung ging es unter anderem um die Kurzlebigkeit der Papiertüten für den Zimtknut. Sobald der Knut gegessen wurde, wandert die Tüte schon wieder in den Müll. Das erschien uns irgendwie nicht als das Ende vom Lied. Da waren wir angefixt und hatten total Lust, uns mal in Sachen Alternativen unsere Gedanken zu machen.
Das ist beinahe eineinhalb Jahre her. Seid Ihr schon zu Ergebnissen gekommen?
 

Ja, auf jeden Fall. Wir haben sehr viele Möglichkeiten entdeckt, die woanders schon umgesetzt werden und auch spielerische Ideen, was zum Beispiel Pfandsysteme betrifft. Jetzt heißt es herauszufinden, was am besten für die Brotklappe funktionieren könnte. Was wir aber auch festgestellt haben, dass die Suche nach Verpackungsalternativen gar nicht so einfach und sehr komplex ist. Das macht es aber gleichzeitig so interessant, und wir haben großen Spaß daran, uns dieser Aufgabe zu stellen.
 
 
Das Ganze ist eine Wissenschaft für sich und war uns am Anfang gar nicht so klar.
 
 
Was macht die Suche nach Alternativen so kompliziert?
 
Das Ganze ist eine Wissenschaft für sich und war uns am Anfang gar nicht so klar. Zunächst soll das neue Verpackungssystem den Verkaufsvorgang nicht unnötig verlängern oder komplizieren. Im Alltag muss alles zügig über die Bühne gehen. Dann suchen wir nach Materialien, die wiederverwendbar sind. Und es ist so, dass verschiedene Produkte unterschiedliche Materialien verlangen. Ein Brot kann in einem Baumwollbeutel transportiert werden, der warme Zimtknut oder ein Stück Kuchen vertragen sich mit diesem Material eher nicht. Pfandverpackungen sind auch nur etwas für Kund:innen, die regelmäßig kommen, Durchreisende können sich daran wohl nicht beteiligen. 
Außerdem gibt es in der Brotklappe verschiedene Produktgruppen. Sie bestehen aus Weizen, sie sind buttrig oder ölig. Das erfordert verschiedene Varianten und Materialien, die langlebig sind und wenig Ressourcen benötigen bei der Herstellung. Nur einmal benutzt ist beispielsweise die Papier- oder Maisstärketüte unökologischer als eine Plastiktüte, die immer wieder genommen wird. Darüber hinaus müssen wir uns auch die Hersteller anschauen, wie arbeiten die, welche Herstellungsprozesse gibt es dort etc.

 

 
Wir wollen den Leuten kein Pfandsystem vor die Nase zu setzen und dann sagen, so jetzt kommt mal klar damit.
 


Beim Kaffee gibt es ja schon ein Pfandsystem. Ist das bei den Verpackungen für Lebensmittel auch der Weg?
 
Das könnte eine Option sein, und wir haben uns in Richtung zirkulares System auch schon Gedanken gemacht. Wir wollen den Leuten kein Pfandsystem vor die Nase zu setzen und dann sagen, so jetzt kommt mal klar damit. Es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, aber nur in Zusammenarbeit mit den Kund:innen. Das wäre natürlich eine ziemliche Umstellung. Wir setzen da aber auf Freiwilligkeit und möchten alle mitnehmen. 
Wo wir aber schon sehr weit fortgeschritten sind, ist die Entwicklung von speziellen Brotbeuteln, die sehr oft wiederverwendbar sind. Dazu gibt es bereits Gespräche mit einigen Herstellern.
 
Wie kam eigentlich im letzten Jahr die Abschaffung der Einweg-Kaffeebecher an?
 
Das war am Anfang recht kompliziert und viele haben sich schwergetan damit. Gerade in der Pandemie gab es ein Zurück zu Einwegverpackungen und an Pfandtassen mussten sich viele erst gewöhnen. Doch mittlerweile kommen die meisten gut damit zurecht. Für Touristen ist es natürlich eher unpraktisch.
 
Werden die neuen Verpackungen den gleichen Weg gehen, etwas Abschaffen und die Leute dann an das Neue gewöhnen?
 
Wir sehen es andersherum: Wir wollen ihnen etwas geben, das sie mögen, als zusätzliche Alternative und niemanden zu etwas zwingen. Ganz auf Packpapier verzichten werden wir vorerst nicht können aber es vielleicht etwas einschränken. Das Ganze muss Spaß machen und einfach sein.



Es wäre schön, wenn wir das spielerisch lösen könnten.
 

Welche Ideen habt ihr schon konkret?
 
Wie gesagt, denken wir schon in Richtung zirkulares System, aber auch dafür gibt es viele Möglichkeiten. Es wäre schön, wenn wir das spielerisch lösen könnten. Zum Beispiel könnte es Bonuspunkte geben für Kund:innen, die ihre eigenen Verpackungen mitbringen. Das können eigene sein oder welche, die in der Brotklappe vorher verkauft oder verliehen werden. Denkbar wäre auch ein Abholsystem für Leute, die immer wieder vergessen, ihre Beutel oder Behälter mitzubringen und dann zehn davon zuhause haben. Es könnte auch Sparstrümpfe geben, in die 20 Cent wandern, für jeden Besuch mit eigenen Behältern. Vielleicht machen wir da auch einen kleinen Wettbewerb draus. Da gibt es die verrücktesten Ideen.
Die Frage ist auch, woraus die Pfandbehälter bestehen könnten. Sie müssen speziell wasserfest sein und oft benutzt werden, sonst ist aus ökologischer Sicht nichts gewonnen. Da sind wir noch am Suchen. Vielleicht fangen wir auch erst einmal mit Baumwoll-Brotbeuteln an und dann kommt später das Gebäck dazu. Es wird also keine einfache Lösung wie beim Kaffee geben.

Absolut entscheidend ist die Mitarbeit unserer Kund:innen. Ohne die geht es nicht. Deshalb möchten wir in einen Dialog treten mit ihnen in Form von Fragenbögen oder Gesprächsrunden, wenn das wieder möglich ist. Wir sind über jede Mitarbeit dankbar.

Wer Ideen hat und sie mit uns teilen möchte, kann uns gerne schreiben unter verpackung@brotklappe.de

 
 
Die FUROSHIKI - Methode
Weihnachten steht wieder vor der Tür. Und wir freuen uns alle darauf, unsere Liebsten zu beschenken. In diesem Jahr haben wir beschlossen, das gute alte Geschenkpapier (und den damit verbundenen Papierberg unterm Weihnachtsbaum) einmal im Schrank zu lassen.
Stattdessen holen wir uns Inspiration bei der über tausend Jahre alten japanischen Technik des Furoshiki (ursprünglich übersetzt: Badetuch). Mit unterschiedlichsten Falt- und Wickeltechniken wurden damit Waren oder Geschenke in Stoff verpackt. Das tolle daran: Der Stoff kann wiederverwendet werden und die kleinen Päckchen sehen wirklich ganz entzückend aus. Probiert es doch mal aus. Alles was ihr dazu braucht ist ein quadratisches Stück Stoff und unsere kleine Bildanleitung. Viel Spaß!

Interviews und Text: Peter Schütz  info@peterfolk.de
 
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